Systemische Methoden

Systemische Methoden

Systemische Methoden basieren auf der Erkenntnis, dass der Mensch seine Existenz in Beziehungen verbringt – zur Herkunftsfamilie, zu Arbeitskollegen, zum Partner oder zur Partnerin, zu den eigenen Kindern, usw. Diese Beziehungen gestalten sich als eine Art „System“ – die Kommunikation und Interaktionen innerhalb des Systems laufen nach den Regeln einer selbst-organisierenden Dynamik.

Nehmen wir eine Familie als Beispiel. Die Dynamik in der Familie wird von den wechselseitigen Erwartungen, Verhaltenweisen, Äußerungen, Interpretationen, Bestätigungen, usw. beeinflusst. Nach einer gewissen Zeit wird die Dynamik verfestigt – jedes Mitglied weiß wie ein anderes auf eine bestimmte Situation reagieren wird. Erst wenn jemand sein Verhalten ändert, kommt eine neue Dynamik zustande.

Wenn eine Person eine Lebenskrise oder einen Konflikt hat, kann es sehr aufschlussreich sein, die Dynamik in seinen „Systemen“ zu beleuchten. Das kann gänzlich neue Einsichten und Lösungsmöglichkeiten hervorrufe

Eine bekannte Methode ist das Familienstellen, das in Seminaren mit Stellvertretern für Familienmitglieder stattfindet. Aber systemische Methoden können auch in der Paar- oder Familientherapie oder in der Einzelarbeit mit einem Klienten durchgeführt werden. In der Einzelarbeit werden systemische Aufstellungen mit der Kinesiologie kombiniert, um den Klienten bei der Themenlösung zu unterstützen.